Wickeln mit Stoffwindeln – Einlagen selber nähen 2

Im ersten Teil über selbst genähte Einlagen habe ich nur die Einlagen genäht aber noch nicht getestet. Hier folgt nun mein Praxisbericht:

Alle Booster sind mehrlagige Stofflappen (25 x 20 cm), bei denen die einzelnen Lagen noch einmal zusammen gesteppt worden sind, um ein Verrutschen zu verhindern. Die Lappen werden beim Wickeln in der Mitte gefaltet, was also die Lagen verdoppelt. Auf der anderen Seite können sie nach dem Waschen schneller trocknen. Wie ich die Einlagen genäht habe, kannst Du HIER nachlesen.

Notwendig sind solche Booster für mich vor allem deswegen, weil meine Tochter sich in der Nacht nicht über eine volle Windel beschwert. Sie will gestillt werden – was durch die Babybay super bequem ist – aber es ist äußerst selten, dass ich dabei wach (genug) werde, um ans Wickeln zu denken.

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Gewickelt wird übrigens mit einer Mullwindel, die zum Dreieck mit Steg gefaltet wird. Über die Einlage kommt jeweils noch eine Lage Windelvlies (Affiliate Link*) und das ganze Packet wird dann in einer Schlupfüberhose von Petit Lulu (Affiliate Link*) verpackt.

Einlage Version 1

Diese dünne Einlage besteht aus 2 Lagen Baumwollfrottee und 1 Lage Molton.

  1. Nacht: hält etwa 6 Stunden (von ca. 24:00 bis 06:00 Uhr) trocken. In den 20 Minuten, die ich meine Kleine noch schlafen hab lassen und den Großen gewaschen und angezogen habe, ist sie aber dann doch ausgelaufen.
  2. Nacht: ich habe mit zwei Einlagen gewickelt (von den Einlagen Version 2 waren alle in der Wäsche). Hält die ganze Nacht wunderbar trocken.

Booster Version 1 nach dem Waschen: Flecken gehen super gut raus (vorbehandelt mit Gallseife, wie bei den Mullwindeln auch) und die Einlage ist schnell wieder trocken.

Einlage Version 2

Diese Einlage ist deutlich dicker (noch dicker möchte ich eigentlich keine Einlage machen). Sie besteht aus 1 Lage Baumwollfrottee, 1 Lage Molton und 2 Lagen Handtuch.

  1. Nacht: hält ganze 9 Stunden (von 22:00 bis 07:00 Uhr) trocken! Bestimmt hätte sie noch länger ausgehalten, aber 9 Stunden die selbe Windel finde ich eh schon mehr als grenzwertig!
  2. Nacht: schon wieder die ganze Nacht trocken!
  3. Nacht: trocken! Das ganze Windelpacket ist aber superschwer, normal wäre die Prinzessin sicher ausgelaufen!
  4. Nacht: immer noch trocken. Ich glaube, ich muss nicht länger testen, dieser Booster ist perfekt!

Booster Version 2 nach dem Waschen: Flecken halten sich leider trotz Gallseife und Einweichen. Muss wohl an den dicken Lagen liegen. Das ist allerdings nur ein optisches Problem und nur bei einem einzigen Booster. Die Einlagen sind auf der Wäscheleine auch sehr schnell wieder trocken.

Improvisierte Einlagen (Version 3)

Ich habe zu wenig Einlagen genäht. Es ist also der Zeitpunkt gekommen, an dem ich zwar noch jede Menge Mullwindeln hatte, alle Booster aber in der Wäsche waren. Wie komme ich also über die Nacht?

Ganz einfach: ich habe eine Mullwindel zur Einlage gefaltet! Und siehe da, die Prinzessin war die ganze Nacht trocken.

Fazit:

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Beide Versionen und auch die Notlösung haben ihren Nutzen! Ich werde die dünneren Booster aber künftig nur noch für längere Autofahrten nutzen und Nachts ausschließlich die 2. Version verwenden.

Die Notlösung mit einer Mullwindel als Einlage ist und bleibt für mich nur eine Notlösung. Es funktioniert zwar wunderbar, ist einfach zu waschen und trocknet auch wieder sehr schnell, aber das ganze Windelpaket ist einfach nur noch gigantisch!

Welche Einlagen verwendest Du?
Hast Du Deine Booster auch selbst genäht? Mit welchen Schichten hast Du die besten Erfahrungen gemacht?

Für welche Situationen braucht man noch Einlagen?
Schreib es mir in den Kommentaren!

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