Wickeln mit Stoffwindeln – Einlagen selber nähen 1

selbst genähte Booster

Ich habe mich endlich getraut: es werden jetzt auch nachts nur Stoffwindeln verwendet. Die Wegwerfwindeln laufen ohnehin jede Nacht aus, also sehe ich keinen Vorteil mehr in ihnen.

Dumm ist nur, dass die Stoffwindeln auch auslaufen. Meine Prinzessin bemängelt zwar unter Tags jeden Tropfen, in der Nacht braucht sie aber ihren Schönheitsschlaf, der nur zum Trinken unterbrochen wird. Ich muss mich also entweder vor/nach dem Stillen aus dem Bett quälen, um zu wickeln, oder aber die Saugkraft der Windeln verstärken.

Gerade jetzt, wo es kälter wird, bin ich nicht wirklich motiviert bin, das warme Bett mitten in der Nacht zu verlassen zu müssen. Es müssen also saugkräftige Einlagen her!

Welche Materialien?

Ich will nicht nur nachts nicht aufstehen müssen, ich will auch kein Geld ausgeben. Vor allem nicht bei meinem riesigen Stofflager voller Reste. Da muss doch etwas dabei sein, aus dem man die Booster-Einlagen selber machen kann!

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Es gibt übrigens bei der Stoffwindelei schon eine tolle Übersicht mit Vor- und Nachteilen der verschiedenen Materialien, die man für die Einlagen verwenden kann. Hier macht mir Zorb (Affiliate Link*) den besten Eindruck – aber ich will ja schließlich nichts ausgeben, also kommt das für mich nicht in Frage.

Meine Mama hat ihr Stofflager ausgemistet, also sind die Materialien für meine Booster-Einlagen schnell gefunden: ein alter Kopfkissenbezug aus Frottee für den „Bezug“. Für das Innenleben habe ich ein Reststück Molton gerettet.

Für die zweite, deutlich saugkräftigere Variante, habe zusätzlich noch alte Handtücher meiner Schwiegereltern verwendet.

Die Stoffe sind bestimmt hundertmal bei hohen Temperaturen gewaschen worden, ich muss mir also keine Sorgen machen, ob sie evtl. einlaufen oder ob noch ein einsames Schadstoffteilchen sich vielleicht doch irgendwo versteckt hat. Perfekt!

Das Blümchenmuster vom Frottee nehme ich als zusätzlichen Bonus.

Fertige Einlage oder lieber „Lappen“?

Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich die Einlage bereits in der fertigen Größe nähe oder doch lieber eine Art Lappen mache.

Die Einlage kann ich so wie sie ist verwenden, was wahrscheinlich praktischer beim Wickeln ist. So ein Lappen trocknet aber dafür besser, da er weniger Lagen (2 statt 4) hat.

Meine Windeln werden nach der Wickelzeit ein Leben als Putztücher führen, warum also nicht auch die Einlagen? Damit ist es entschieden: mein erster Versuch, Booster zu nähen, wird Lappenform haben.

Das Schnittmuster

Jetzt fehlt nur noch der Schnitt. Dazu habe ich mir von meinem Windel-Origami (Dreieck mit Steg) einfach den Steg ausgemessen und die Breite verdoppelt, um meinen Lappen zu bekommen:

  • Länge: 25 cm
  • Breite: 10 cm
  • Lappengröße: 25 x 20 cm

Mit Rollschneider und Patchwork-Lineal (Affiliate Link*) sind meine Einlagen sehr schnell zugeschnitten. Ich habe sie übrigens OHNE Nahtzugabe zugeschnitten, da ich sie einfach mit der Overlock versäubern will (der Overlock-Stich an der Nähmaschine oder ein enger Zickzack-Stich tut es übrigens auch!).

Warum nicht mit Nahtzugabe? Naja, dann müsste ich die Stoffe rechts auf rechts zusammen nähen, wenden und die Wendeöffnung schließen. Ich will aber glatte Lappen ohne einen Wulst (der durch die innenliegende Nahtzugabe zustande kommt) am Rand haben.

Meine fertigen Einlagen

Die Einlagen waren super schnell genäht. Wie Du siehst, war ich sogar zu faul, ein passendes Garn auf die Overlock zu fädeln, aber da die Booster in der Windel sind, wird das wohl kaum einer zu Gesicht bekommen!

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Der Frottee-Stoff ist leider sehr dünn, irgendwie glaube ich nicht, dass eine Lage allein ausreicht, also habe ich ihn für die erste Generation Einlagen doppelt genommen.

Variante 1

Weiche, eher dünne Einlagen. Ich bin ja gespannt, ob die einen wesentlichen Unterschied machen.

  • 2 Lagen Baumwollfrottee
  • 1 Lage Molton

Variante 2

Deutlich dickere Einlagen. Vielleicht etwas zu dick, wenn sie gefaltet sind, aber noch im akzeptablen Bereich. Wenn die nicht ausreichen, muss ich auf andere Materialien umsteigen, weil dicker mach ich die Einlagen bestimmt nicht mehr!

  • 1 Lage Baumwollfrottee
  • 1 Lage Molton
  • 2 Lagen Handtuch

Ganz bin ich übrigens nicht um den Einsatz der Nähmaschine gekommen (dieses Mal sogar mit passendem Garn – aber nur, weil ich das ohnehin schon auf der Nähmaschine hatte 😀):

Geplant waren eigentlich nur ein paar Steppnähte, um die Lagen zu fixieren….. jetzt ist aber eine Übungseinheit fürs Free Motion Quilting geworden.

Booster kurz vor ihrem Einsatz

Wie und ob das alles jetzt funktioniert, verrate ich Dir nach einer ausgiebigen Testphase!

Welche Booster verwendest Du?
Du hast deine Einlagen auch selbst genäht, aber andere Materialien verwendet?

Welche Erfahrungen hast du mit deinen Einlagen gemacht?
Schreib mir in den Kommentaren!

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