Keine Angst vorm Sockenstricken!

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I519CXfgQ38L._SX373_BO1,204,203,200_ch war fest davon überzeugt, dass ich nicht Stricken kann. Ein Naturgesetz. Unveränderlich. Doch mit dem kleinen Bauchbewohner kam das, was ich als „hormonelles Stricken“ bezeichne: wo sonst nur Knoten und Löcher waren und ich mir verschwitzte Finger mit kratzigem Garn abgeschnürt habe, entstanden auf einmal brauchbare Ergebnisse.

Natürlich sollten es erst mal schnelle und nützliche Projekte sein. Winzige Socken für die winzigen Babyfüße sollten doch eigentlich schnell gestrickt sein… aber ohne vernünftige Anleitung? Und erst die Fersen – winzig oder nicht, vor denen hatte ich regekrecht Angst.

Zum Glück habe ich recht schnell ein wundervolles Buch über das Sockenstricken gefunden: Der geniale Sockenworkshop: Perfekte Socken für jeden Fuß

Das Buch ist nach dem Baukasten-System aufgebaut. Die Grundlagen, verschiedene Anschläge, Bündchen und Schaft, Ferse, Fuß und natürlich die Spitze. Am Schluss gibt es sogar noch Kapitel über das „Toe-up“-Stricken, wie man beide Socken eines Paares gleichzeitig strickt und ein paar konkrete Anleitungen. Sogar 4 verschiedene Versionen für Babysocken sind dabei! Alles ist sehr übersichtlich und mit vielen Fotos aufgebaut.

Ich nutze das Kapitel über die verschiedenen Anschläge mittlerweile nicht nur für Socken, sondern für alle Strickprojekte. Endlich weiß ich, wir ich einen Anschlag machen kann, der tatsächlich dehnbar und nicht bombenfest ist!

Bei den Bündchen wird nicht nur über Faustregel über die Rundenzahl, sondern auch über diverse Varianten – einfarbig oder mehrfarbig – geschrieben. Sehr praktisch finde ich die Hinweise, wie dehnbar die jeweiligen Muster sind.

Ich hätt echt gedacht, dass es so viele verschiedene Fersen gibt! Alle, die ich nach der Anleitung in dem Buch bis jetzt ausprobiert habe, haben funktioniert. Sehr schön ist, dass hier auch auf die verschiedene Form der Füße eingegangen wird, so dass man die perfekte Passform erreichen kann.

Was für die Ferse gilt, gilt auch für die Spitze. Ich bin davon ausgegangen, dass man halt irgendwie Maschen abnimmt und gut ist’s. Aber nein! Weit gefehlt, es werden verschiedene Spitzen vorgestellt, u.a. Flip-Flop-taugliche und Japanische.

Es ist aber nicht alles eitel Sonnernschein: es stört mich ein wenig, dass man teilweise wild im Buch blätter muss (immer sind die passenden Seitenangaben dabei), um zu den verschiedenen „Bausteinen“ zu kommen. Liegt vielleicht auch daran, dass ich ein Strickneuling bin und mit diversen Einmerkern kommt man da trotzdem gut zurecht.

Trotzdem: nicht nur für Sockenstricker zu empfehlen sondern eine gute Investition für alle Strickanfänger.

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