stilltaugliches Landsknechts-Kleid (WIP) – Teil 1: Konzept und Ideen

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Tief versteckt in meinem Stofflager habe ich einige Meter wundervollen mohnroten Wollstoff gefunden, der noch keine Bestimmung hat. Und – wie es der Zufall so will – liegen hier auch noch ein paar Meter roter Baumwollsamt in exakt dem gleichen Farbton herum. Eigentlich perfekt für mein stillfreundliches Renaissance Projekt.

Konzeptzeichnung

Skizze Landsknecht-Kleid

Das Oberteil und die Ärmel möchte ich eigentlich genau so wie auf diesem alten Holzschnitt, am Rock bilde ich mir allerdings auch noch einen Streifen ein. Wie meistens, wird sich auch dieses Mal das Kleid während des Nähens weiterentwickeln, darum gibt es nur eine grobe Zeichnung als Anhalspunkt, wo ich hin will.

Die roten Streifen werden später aus Samt gemacht, der Rest wird aus der roten Wolle genäht. Ob ich jetzt die Bänder an den Ärmeln aus Wolle oder Samt mache, weiß ich noch nicht so genau.

Schaun wir mal, was ich für das fertige Kleid alles brauchen werde:

Das Leibhemd
Fangen wir bei der Unterwäsche an. Wichtig ist hier neben den weiten Ärmeln eigentlich nur der Ausschnitt/Kragen, da das die Teile sind, die man immer sehen wird. Ich werde aber erst mal ein Leibhemd verwenden, das ich eh schon habe, und gleich mit dem Kleid an sich beginnen.

Das Oberteil
Historisch oder nicht ganz so historisch? Eigentlich müsste ich ja auf sämtliche Abnäher verzichten, aber dann müsste ich auch eine entsprechende Schnürbrust nähen, damit das alles die gewünschte Form bekommt und keine Falten wirft. Und das Ganze wäre dann wiederum eher Still-unfreundlich und damit gerade nicht brauchbar. Also gibt es jetzt erst mal nur eine historisierende Variante mit formgebenden Abnähern.

Der Rock
Entweder eine lange Stoffbahn, die an er Taille sehr stark in Falten gelegt wird, oder mehrere Trapez-förmige Einzelteile, die dann nicht ganz so stark in Falten gelegt werden müssen. Die erste Variante wäre vermutlich die historisch korrekte, aber da ich auch schon beim Oberteil eher historisierend arbeite und ich befürchte, dass die Falten zu stark auftragen, werden es mehrere Trapez-förmige Rockteile werden. (Außerdem hatte ich DIESEN Teil des Kleides schon vor einiger Zeit leichtsinnig zugeschnitten und damit steht die Form des Rockes ohnehin nicht mehr zur Diskussion)

Die Ärmel
Hier wäre jetzt aufwändig „zerhauenes Zeug“ möglich, durch das man da Hemd sieht, aber will mich an die wirklich aufwändigen Dinge ja erst herantasten. Also gibt es schlichte(re) Ärmel, die an er Schulter und dem Ellenbogen mit Stoffstreifen verbunden werden. Allerdings bilde ich mir fürchterlich unpraktische „Stulpen“ ein, die über das Handgelenk hinaus gehen.

Die Kopfbedeckung
Im Moment liebäugele ich noch stark mit einer Wulsthaube… oder doch einem federverziertem Tellerbarret? Warum eigentlich ein „entweder-oder“ wenn es doch ein „sowohl-als auch“ gibt, wie es diese Dame hier zeigt?

Alles in allem habe ich mein Vorhaben jetzt erst mal nur ganz grob umreißen können, aber das lässt erfreulich viel Spielraum in der Fertigung. Also ran an die Nadel!

 

Hier geht es zu den anderen Teilen des Landsknecht-Kleides:

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